Sundered Skies - Geborstene Himmel

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Uthoroc
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Sundered Skies - Geborstene Himmel

Post by Uthoroc » Tue Oct 18, 2016 5:59 pm

Der Abgrund, das Inferno, die Hölle - es gibt eine Vielzahl von Namen für den schlimmsten vostellbaren Ort. Es ist der Ort der Verdammten, der Verlorenen, Zuflucht der Dämonen, Verbannungsort für jene, welche in den höheren Sphären abgewiesen werden. Dort sind sie hilflose Opfer dämonischer Kreaturen. Doch als Duncan Mor den Abgrund betrat, war er nicht einfach eine arme Seele. Er kam mit all seiner Macht!

Um den Feldherrn des Chaos, den abtrünnigen Hochelben Eartar, auch Ripptide genannt, daran zu hindern, den Mundus mit seinen Armeen des Schreckens zu überfluten, riss ihn Duncan Mor in den Abgrund. Der Herr der Stürme, der Regenbringer und Himmelsherr brachte damit das größte vorstellbare Opfer, um den Mundus zu erhalten. Er und Eartar betraten eine Sphäre, welche nur als "das Antiprisma" bekannt ist, und seither als verschollen gilt. Dieses Antiprisma war ein Teil des Abgrundes, komprimiert in einem geometrischen Körper.

Was zwischen Duncan Mor und Eartar geschah ist bislang nicht bekannt. Klar ist, dass der Feldherr dem Zorn des Himmelsherrn entkam. Duncan Mor handelte aber umgehend. Er griff mehrere Dämonenfüsten an, erschlug sie, band deren Seelen an sich und zerbrach ihre Domänen. Aus den Trümmern schuf er Himmelsinseln, faltete den Raum um diese herum und errichtete eine eigene Domäne, die Geborstenen Himmel.
Er umgab die Geborstenen Himmel mit dem „Seelenschild“, einer Barriere gegen die Mächte des Abgrunds. Weiter suchte und fand Duncan Mor Verbündete, allen voran die Elfen, die Hohen Harpyien und die Rasierklingenflügler. Thraea, die Harpyienkönigin, bot ihm einen Hochthron der neuen Domäne, von dem er seine Schöpfung regieren sollte. Duncan nahm an. Doch dieser Thron wurde ihm zur Falle!
Gehalten von unzerstörbaren Drachenknochen war es Duncan Mor unmöglich den Hochthron wieder zu verlassen. Er wurde zu einem der Hochlords des Abgrunds! Doch als er seine Lage erkannt hatte, nutzte er die Kräfte des Hochthrons und begann die Sammlung der Seelen. Jene, welche ihm in ihrer Zeit im Mundus in welcher Form auch immer Ehre erwiesen hatten, beanspruchte er als Herr eines Hochthrons und Schöpfer einer Domäne für sich. Aus Furcht oder aus anderen Gründen, die anderen Herren des Abgrunds gewährten Duncan Mor seine Gläubigen. Die Besiedlung der geborstenen Himmel begann!

Vom Seelenschild geschützt vor den schlimmsten Auswirkungen des Abgrunds, formte Duncan Mor die Himmelsinseln um. Seelenwinde trugen Regen zu ihnen, ließen reines, trinkbares Wasser entstehen. Die Seelenwinde ließen die Luft selbst fruchtbar werden.
Schwärme von Flüglern erwachten, Himmelswale und Behemoths ernähren sich von diesen, ebenso wie sie für viele Bewohner der Geborstenen Himmel eine Nahrungsquelle darstellen. Auf mehreren Inseln wurde der Boden so fruchtbar, dass Ackerbau möglich wurde.

Andere Inseln werden nur selten vom Seelenwind erfasst, sie sind teils karg, teils lebensfeindlich. Doch Siedler und Pioniere begannen, von den inneren Inseln aus, die geborstenen Himmel zu besiedeln. Wo auch immer Leben möglich ist, krallen sich jene fest, die der Enge der inneren Inseln entgehen wollen und das Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Luftschiffe sorgen für einen stetigen Austausch, für Handel und Besiedlung.
Für die meisten Bewohner der Geborstenen Himmel ist der Kampf um das Überleben hart. Die inneren Inseln sind überfüllt, die Randlagen dagegen karg, können manchmal nur einige wenige Köpfe ernähren. Doch es hat sich unter der Leitung des Handelsrates auf der Insel Reichlich und der Kriegsschiffe des Zweiten Imperiums ein stetiger Kontakt zwischen den verschiedenen Inseln und ihren Bewohnern entwickelt. Konflikte werden verhandelt, die Flotten bekämpfen Invasoren und sorgen für Ordnung.
Umgeben sind die Geborstenen Himmel von anderen Teilen des Abgrundes, den Festen und den Domänen. Der Seelenschild ist nicht völlig undurchdringlich. Immer wieder dringen Untote und Dämonen in die Geborstenen Himmel ein, welche sich aber den Bewohnern der Inseln und Schiffe gegenübersehen, welche nicht wollen, dass der Abgrund die Geborstenen Himmel wieder zurück erobert. Doch genau dies ist es, was Eartar und andere Kräfte beständig versuchen.

Die Anker

Die geborstenen Himmel sind verankert an anderen Domänen und Festen. "Unten" stößt die Domäne mit de Brennenden Feste zusammen. Manche sagen, es gebe dort einen Übergang in die Elementarebene des Feuers. Doch nicht einmal die Panzerschiffe der Zwerge, welche in den Erzminen der ausgehöhlten Berge des Feuerhimmels leben, sind in der Lage, so tief zu fliegen, dass man dies beweisen könnte.
"Oben" triff die Domäne auf die Feste des Eises. Endlose Gletscher, über denen die Kälte so stark ist, dass Luftschiffe nicht mehr flugtauglich sind, markieren die Grenze. Doch gibt es einen Übergang zur Domäne Helheim, deren Hochthron von der Totengöttin Hel besetzt ist.
An den Rändern des Eises haben die Hurogssöhne ihre Heimat errichtet. Orks aus den nordischen Ländern des Mundus, welche dem Sturmgott grimmigen Respekt erwiesen haben und bei der Sammlung der Seelen mitgenommen wurden. Zwar haben die Orks ihre kriegerische Natur nicht wirklich abgelegt, doch unter der harten Hand des Hochkönigs Hurog tauschten die Orks sich auch friedlich mit ihren Nachbarn aus. Haupthandelsgut ist das Eis der Gletscher, welches entweder geschmolzen zu wasserarmen Inseln gebracht, oder als Eis zu den Handelshäusern von Reichlich oder den Flüglerflotten gebracht wird. Seit einiger Zeit allerdings ist der Hochkönig verschollen, manche sagen, auf einer Queste zur Ewigen Schlacht.
"Hier" ist der Anker an den Mauerbergen verankert. Diese sind eine nahezu undurchdringliche Barriere über denen jeglicher Luftverkehr unmöglich ist. Man kann sie, wenn überhaupt, nur zu Fuß überqueren. Auf der anderen Seite der Mauer liegt die Feste des Krieges, die "ewige Schlacht". Dort kämpfen riesige Armeen diverser Domänen um die Kontrolle zu einem Zugang in die mundane Welt, den Schlund. Gelegentlich gelingt es einem Kriegsherren, diverse Streitkräfte zu vereinen und eine Invasion der Oberwelt zu versuchen. Doch wird dieser von den nahezu unüberwindlichen Kriegern und Magiern der Polarier bewacht.
Aus den Geborstenen Himmeln versuchen, trotz aller Hindernisse, immer wieder Krieger, Söldner und Abenteurer zur Ewigen Schlacht vorzustoßen um sich einer der Armeen anzuschließen oder das Schlachtfeld zu plündern.
Der vierte Anker wird "Dort" genannt. Er ist der einzige geregelte Übergang in eine andere Domäne, Patala. Diese wird von den Dämonen Vendyens beherrscht, den Hochthron besetzt der Dämonenfürst Ravana. Der Übergang wird von beiden Seiten bewacht und respektiert.
Der Übergang entstand bei der Sammlung der Seelen. Da der die meisten Anhänger Duncan Mors aus Vendyien kamen, wurde vereinbart, dass sie einen geregelten Zugang erhalten sollten. Später wurde dieser benutzt, wenn die vendyischen Bewohner der Geborstenen Himmel zu jenen Verwandten gehen wollen, welche im Patala verblieben sind. Über diesen Übergang finden viele Güter Patalas den Weg in die Geborstenen Himmel. Die Vendyer stellen daher die führende Fraktion im Handelsrat.

Das zweite Imperium

Der letzte "Zugang" in die Geborstenen Himmel führt über Ströme aus ungeformter Magie in den Äther. Dort zu navigieren ist für die meisten Schiffe der Geborstenen Himmel nahezu unmöglich. Wer aber auf diesem Weg in die Domäne gelangt ist, sind die Äthersegler des Zweiten Imperiums. Jene Untertanen des Imperators von Caer, welche ein Fragment von ihm tragen, sind in der Lage, selbst den Äther zu befahren und den Auswirkungen des „Glühens“ zu wiederstehen.
Die Imperialen verbündeten sich mit dem Handelsrat, welcher ihnen Stützpunkte und Handelsprivilegien gewährte. Mit ihrer Hilfe dehnte sich die gemeinsame Kontrolle über den Großteil der Inseln in der Domäne aus. Caer wurde schnell zur Standardsprache der Geborstenen Himmel, zumal es auch viele der Vendyer und Hyborier beherrschen. Die Kriegsschiffe des Zweiten Imperiums sind auf den Hauptrouten zwischen den wichtigsten Inseln stets präsent. Viele unabhängige Kapitäne und Gilden sehen in den Imperialen aber eher Eroberer als friedliche Partner und den Handelsrat als korrumpiert. Dies hat für eine weitere Auswanderungswelle zu entlegenen Inseln gesorgt, welche immer noch anhält.

Die Elfen

Bei der Formung der Geborstenen Himmel erlangte Duncan Mor die Kontrolle über eine von Elfen beherrschte Fleischschmiede. Obwohl er Elfen nicht mag, schloss er ein Bündnis mit der Weidenkönigin. Die fruchtbaren und wasserreichen Inseln des Herzlandes gehören daher von Beginn an zur Domäne.
In der Fleischschmiede werden keine Krieger mehr geformt, dafür sind die Elfen auf die Produktion von Wildlingsklaven umgestiegen. Wildlinge sind Humanoide mit starken tierischen Anteilen, welche die Elfen selbst als Sklaven halten oder diese in andere Domänen verkaufen. Sie sind eine wichtige Ware im Handel mit Patala.
Unter den Elben hat sich eine Geheimgesellschaft gebildet, die "Astbrecher". Diese befreien Wildlingsklaven und entlassen diese in die Freiheit. Elfische Jäger führen eine beständige Jagd nach entflohenen Wildlingen, denen es nicht gelingt, einen sicheren
Zufluchtsort zu erreichen, wo sie Schutz finden können. Elfen haben sich in den Handelsrat eingekauft und sind in den Städten und Häfen kein ungewohnter Anblick mehr.

Das Glühen und die Glühblüter

Der Seelenschild hält viele der gefährlichen Einflüsse des Abgrunds fern, doch das Glühen durchdringt ihn. Das Glühen ist ein stetiger Einfluss, dem man insbesondere auf Schiffsreisen ausgesetzt ist. Es treibt Menschen und andere Humanoide zu Reizbarkeit, dann zu Zorn und Raserei. Auch stark isolierte Inseln sind dem Glühen ausgesetzt, was mehr als einen Kolonialisierungsversuch tragisch scheitern liess. Unter dem Einfluß des Glühens verlieren etliche den Verstand, andere mutieren zu grotesken Kreaturen, im Volksmund "Glühwürmchen" genannt. Gegen das Glühen helfen dicke Schutzkleidung und Schlafsäcke, Schattenplätze sowie ein längerer Aufenthalt an einem glühfreien Ort.
Während alle anderen Gattungen der Geborstenen Himmel unter dem Einfluß des Glühens leiden, hat sich ausgerechnet unter den orkischen Goblinsklaven eine Immunität entwickelt. Diese immunen Goblins haben sich zu einer eigenen Art entwickelt, welche Glühblüter genannt wird.

Die Drakin

Als sich der Hochthron um Duncan Mor schloß, verband sich seine Kraft mit jener der Drachenknochen. Dies rief die Drakin in die Geborstenen Himmel, Kinder einer der ältesten und mächtigsten Festen, der Feste der Drachen. Die Drakin fügten sich in die Gemeinschaften der Geborstenen Himmel ein, auch wenn sie sich einen eigenen Ort schufen, zu dem Humanoide keinen Zutritt haben.

Magie

Zauberei und Magie sind im Abgrund allgegenwärtig. Magier verbinden sich mit der Macht einer Feste und kanalisieren diese durch ihre Körper und ihren Verstand, formen sie um und erzielen die beabsichtigten Wirkungen. Diese Anwendungen erfordern, im Gegensatz zum Mundus, keine Formeln oder Sprüche. Die Verbindung der Magier zu einer Feste hinterlässt eine Signatur, welche es ermöglicht festzustellen, welcher Magier einen Kanal geöffnet oder eine Kraft freigesetzt hat. Die Anwendung der Magie bringt es mit sich, dass die Herren der Festen auf jene aufmerksam werden, welche von deren Kraft profitieren. Viele Magier haben die mit den Hochlords der Festen Pakte geschlossen oder sich ihnen unterworfen. Diese Art der Kanalisierung von Magie ist aber für den Verstand wie den Körper höchst gefährlich. Mehr als ein Magieanwender ist dem Wahnsinn verfallen, konnte die Verbindung nicht mehr lösen oder wurde von rivalisierenden Hochlords angegriffen.
Schamanen binden Geister und Entitäten an sich, an einen Gegenstand oder eine Person. Diese Geister können mit ihrer Kraft jene unterstützen, welche den Gegenstand gebrauchen, beispielsweise die Navigatoren mit dem Leitgeist eines beseelten Schiffes. Duncansgläubige können einen Seelenwind erhalten, welcher sie beständig umgibt und sie vor den Einflüssen des Abgrundes schützt. Der Seelenwind wird aber nur jenen gewährt, welche als würdig angesehen werden oder sich in einer Aufgabe für Duncansgläubige gewährt haben. Dann können diese den Hochlord bitten, einen Seelenwind zu senden, auch für jene, die keine seiner Gläubigen sind.

Gefallene und Geborene

Gefallene werden jene genannt, welche nach einem Leben im Mundus oder einer anderen Sphäre, etwa dem Heldenland, in den Abgrund gestoßen wurden. Die meisten von ihnen haben keine oder nur bruchstückhafte Erinnerungen an ihr früheres Leben. Insbesondere Erinnerungen an den eigenen Tod können so übermächtig werden, dass jene, die sich an ihn erinnern, diesen wieder und wieder erleben und darüber völlig wahnsinnig werden. Eine kleine Zahl von Personen überwindet den Schock der Erinnerung an den eigenen Tod. Einige von ihnen werden zu skrupellosen, boshaften Kreaturen, andere versuchen sich durch Meditation oder gute Taten von ihren Erinnerungen zu befreien und aufzusteigen. Die Möglichkeit der Erlösung durch einen Aufstieg wird von vielen Bewohnern der Geborstenen Himmel wie der Domänen und Festen bestritten, es halten sich aber hartnäckige Gerüchte über „Aufgestiegene“.
Kinder des Abgrunds werden jene genannt, welche in den Geborstenen Himmeln oder einer der anderen Domänen und Festen geboren wurden. Je nachdem, wie sehr die Eltern dem Glühen oder anderen Einflüssen ausgesetzt waren, tragen die Kinder des Abgrunds diverse Merkmale ihrer Umgebung. Manche von ihnen werden auch mit besonderen Kräften geboren. Teils kommen diese schon bei der Geburt zum Vorschein, teils entwickeln sich diese erst im Laufe des Heranwachsens.
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