Chronik der Beschützer von Drakkenhall

Alles zu unserer 13th Age Runde
Post Reply
User avatar
Uthoroc
Site Admin
Posts: 186
Joined: Thu Jan 03, 2008 5:22 pm
Location: Siegen, Germany
Contact:

Chronik der Beschützer von Drakkenhall

Post by Uthoroc » Tue Jul 03, 2018 9:44 pm

Nach der Audienz der Priesterin bei der Blauen kehrte langsam wieder Ruhe in Drakkenhall ein. Zwar grummelten einige der Hobgoblins und Bugbears immer noch gegen die Ikone und brummten ihre Schmählieder weiter vor sich hin, aber insgesamt entspannte sich die Lage.

So konnte die Priesterin in aller Stille und Ruhe einen letzten Besuch abstatten, bevor sie nach Santa Cora zurück reiste: Sie kehrte in Wegerichs Wein-Wunderland ein. Niemand der Bewohner des Artalin-Hauses konnte sich an die Details des Besuchs erinnern, aber alle Anwesenden waren sich einig, dass es ein sehr schöner und bemerkenswerter Abend war.

Als sich dieser Besuch in der Folge in Drakkenhall herum sprach, nahm die Zahl der Besucher im Wein-Wunderland deutlich zu, und die Klientel wandelte sich auch zum Teil von den Halbmenschen und Monstern der Stadt zu den reicheren Bürgern und auswärtigen Besuchern. Umsatz und Gewinn stiegen merklich.

Überhaupt brachte der Sommer eine Zeit des relativen Friedens und der Ruhe, und die Hausbewohner konnten sich ihren Steckenpferden Lieblingsbeschäftigungen widmen. Es blieb allerdings die offene Frage, wer am Ende hinter dem Einschmuggeln des Intellekt-Verschlingers und den Morden an Vater Clavius und dem jungen Inquisitor der Priesterin steckte. War es nur der Sahuagin-Nekromant, den sie in den Tunneln am Hafen gestellt hatten? Und was wollte er im Endeffekt erreichen?

Unterdessen rückte ein besonderes Ereignis näher und lockte zahlreiche Besucher in die Stadt: das große Koru-Festival zur Wiederkehr und Meerengen-Überquerung des Alten Treufels, eines sehr regelmäßig wanderten Koru-Behemoths. Von einigen der Gäste im Wein-Wunderland erfuhren die Hausbewohner, dass der Koru schon etwas altersschwach ist, und bei seiner letzten Überquerung der Meerenge zwei Anläufe brauchte, um das andere Ufer zu erreichen. Es wurden tatsächlich Wetten darauf abgeschlossen, ob er es dieses Jahr noch schaffen würde.

Auch sonst verdichteten sich beunruhigende Anzeichen. Unter den Grenzwächtern von S'cars Orden machten Gerüchte die Runde, dass die Schutzzauber der Seemauer geschwächt seien und mehr Angriffe von Seemonstern als üblich die Küste des Eisenmeeres heimsuchen. Karolina träumte erneut ihren Traum von den unruhigen Toten, die sich unter der Erde regen - diesmal ist es aber etwas weit größeres. P5338 erfuhr bei einem Besuch in Marmorhall, dass Leopold Artalin aus der Haft der Blauen entlassen ist und nun ohne Erinnerungen in seinem Zuhause vor sich hin dämmerte - aber nachts offensichtlich von schlimmen Alpträumen heimgesucht wurde.

Als das Festival näher rückte, tauchte eine neue Person in der Stadt auf und fragte nach dem alten Anwesen der Artalins: eine junge Frau aus Axis namens Ailwyn Grief, die sich als Thanatologin vorstellte - und anscheinend den offiziellen, wenn auch diskreten, Auftrag des Drachenkaisers hatte, die hiesigen Vorkommnisse zu untersuchen.

Abigail traf sie am Hafen, wollte sie aber noch nicht sofort zum Haus führen. Stattdessen lud sie sie für den folgenden Tag ein. Als die Thanatologin aber nicht zum vereinbarten Termin erschien, begann man sich Sorgen zu machen. Nachforschungen auf den Straßen Drakkenhalls ergaben, dass die junge Frau von der üblen Gnoll-Bande von Ungrosch "dem Köter" geschnappt worden war. Gemeinsam machten sich die Hausbewohner auf, die junge Frau zu befreien, was nach einer harten Konfrontation mit den Gnollen auch gelang.

Die Gnolle hatten natürlich nicht aus eigenem Antrieb gehandelt. Hinweise auf den Auftraggeber deuteten in Richtung des Lampenanzündergilde. Wegerich bezauberte einen der Studenten der Gilde und erfuhr, dass das zweite Oberhaupt der Gilde, Arlissa Thent, zur Zeit einen merkwürdigen Gast hatte. Mit der Hilfe des Bezauberten gelang ihm, sich in die Gemächer der Gildenoberen einzuschleichen, wo er ein Gespräch der Meisterin Thent mit einer sehr unheimlichen Dame belauschte. Der Kult des Leichenkönigs innerhalb der Gilde reichte offensichtlich bis in die höchsten Kreise.

Im Haus besichtigte die junge Thanatologin inzwischen den zerschlagenen Altar. Wie schon die Diener der Priesterin empfahl sie dringend, diesen wieder neu zu weihen, um das Gleichgewicht der Kraftlinien des Todes und des Lebens in der Stadt wiederherzustellen.

Mit Hilfe ihrer Expertise wurde nämlich klar, dass die magischen Ströme des Todes-Kraftlinie nämlich keineswegs versiegt, sondern unkontrolliert freigesetzt waren, und von unbekannten Mächten um- und weg geleitet wurden. Leider verpufften alle Versuche, den Minister für natürliche Angelegenheiten zu alarmieren im Nichts, aber da auch keine anderweitigen Anweisungen vom Turm kamen, schaffte S'car es, ein Trio aus drei blauen drakonischen Hexern zu mobilisieren. Karolina organisierte einen Priester des Todesgötter und mit gemeinsamen Kräften wollte man versuchen, den Altar neu zu weihen und gleichzeitig die Versiegelung des Altar des Lebens zu öffnen und so die Kraftlinien wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Als sich die bunte Truppe in der Halle es Hauses versammelt hatte um das Ritual zu besprechen, wurde klar, dass jemand ein Auge auf diesen Ort hatte und nicht bereit war, seine Pläne so leicht durchkreuzen zu lassen. Plötzlich leuchteten die magischen Lampen Lampenanzündergilde hell auf und die Vize-Meisterin der Gilde, Arlissa Thent, teleportierte sich mit einer Reihe Akolythen und einer Gargyle herein und griff ohne Vorwarnung an. Nach einen kurzen aber heftigen Gefecht, konnten S'car, Karolina, P5338, Abigail und Wegerich die Angreifer aber besiegen.

Nun war es an der Zeit, den Altar zu reparieren...
Maps & More - Making maps for a living
Mein Arbeits- und Hobbyblog

Der Ringkrieg - Eine Fan-Webseite zum Brettspiel
Rezension, Videos, Strategie-Tipps, Bildergalerie, FAQ und mehr

User avatar
Uthoroc
Site Admin
Posts: 186
Joined: Thu Jan 03, 2008 5:22 pm
Location: Siegen, Germany
Contact:

Re: Chronik der Beschützer von Drakkenhall

Post by Uthoroc » Wed Oct 10, 2018 10:25 pm

Nun war es an der Zeit, den Altar zu reparieren...
... zumal auch Raschuk Rohelis und Gnorm gerade von einer Reise nach Horizont zurückkehrten und schnell in die bisherigen Ereignisse eingeweiht wurden.

Der Plans sah vor, dass nachdem der Todesaltar durch die Arbeit der zwergischen Steinmetze physisch wieder hergestellt war, der Priester der Todesgötter (Theophilus Dunkelschwing) ihn neu weihen würde. Sobald das geschehen sei, sollten die drei blauen Hexer den Bann um den Lebensaltar aufheben. Theoretisch sollte sich die beiden magischen Kraftlinien dann hier wieder schneiden und sich die Magie stabilisieren und gegenseitig ausgleichen. Theoretisch.

Die Arbeit der Zwerge war bald getan, und der Priester konnte das Weihritual beginnen, dass von Sonnenauf- bis -untergang dauern würde. Die Helden postierten sich an strategischen Orten im Haus und den Gewölben, um jegliche Störungen so schnell wie möglich unterbinden zu können. Gleichzeitig waren ja noch Gäste im Haus, die von der Veranda die Ankunft des Koru-Behemoths "Der Alte Treufels" beobachten wollten.

Auch ein paar unserer Helden ließen es sich nicht nehmen, gelegentlich einen Blick auf das gewaltige Naturschauspiel zu werfen. Die Flutwelle, die der Behemoth bei seinem Sprung von den Klippen erzeugte war schon atemberaubend, aber dann geschah etwas noch gewaltigeres. Aus den Tiefen der Meerenge erhob sich eines der riesigen Ungeheuer des Eisernen Meeres und grub seine Klauen und Zähne in die Flanken des Alten Treufels. Es entspann sich ein titanisches Ringen, dessen Ausgang ungewiss war.

Gleichzeitig beendete Theophilus das Weihritual und die Kraftlinie der Todesmagie verdichtete sich zu einem starken Strom, der über den Altar floss. Aber am Altar des Lebens tat sich nichts - die blauen Hexer schienen nicht sehr bemüht, ihren Teil des Rituals zu vollenden. Kurzerhand durchquerte S'car den Schutzschild um den Altar des Lebens, um die drei zum Einhalten ihres Teils der Abmachung zu drängen - was schließlich zum Erfolg führte.

Als nun die freien Kräfte, die zuvor von Unbekannten "abgesogen" wurden, wieder gebündelt in ihren alten Bahnen flossen, entstand ein Sphärentunnel, der Rashuks Einschätzung nach direkt zum Ziel der gestohlenen Kräfte führen musste. Kurzentschlossen überließen sich die Helden der Kraft des Sogs, um die Verursacher zu stellen.

Man fand sich am Grunde der Mittlandsee wieder, inmitten eines Schiffsfriedhofs und eines riesigen nekromantischen Rituals, dass über sechs Wracks verteilt von einem halben Dutzend Nekromanten und einer Unzahl untoter Sahuagin ausgeführt wurde. Ein magisches Schutzschild hielt das Wasser des Meeres von diesem Ort fern, so dass sich über allem eine halbkugelförmige Kuppel aus Meerwasser wölbte.

Die Anführerin der Nekromanten, eine untote Dienerin des Leichenkönigs namens Elisabeth von Schwarzbach, Baroness der Toten Töchter, versuchte noch mit den Helden verhandeln, aber diese waren wie erwartet nicht bereit, einen Handel mit den Erzfeinden des Drachenkaisers einzugehen. Es kam zum Kampf.

Die Nekromanten waren harte Gegner, aber auch damit beschäftigt, ihr Ritual fortzuführen, das die gestohlenen Kräfte in den Leichnam des Koru-Behemoth lenken und diesen zu einer untoten Monstrosität machen sollte. Einer nach dem anderen fiel dem Ansturm der Helden zum Opfer und schließlich zerfiel auch der Körper der Baroness unter den Hieben zu Staub. Als Lebender Leichnam dürfte das jedoch kaum ihr endgültiges Ende gewesen sein.

Mit dem Tod der Baroness begann das Schutzschild zu vergehen, das die Fluten des Meeres zurückhielt, und den Helden blieb nichts anderes übrig, als sich in einen der Sphärentunnel zu stürzen, die sich hierher geöffnet hatten. In ihrem Geist hörte Karolina, die Stimme des Schwarzen Cryaxas, der sie in einen der Tunnel lotste.

Am Ende dieses Tunnels fand sich die Gruppe erneut an den Ufern eines Meeres wieder, und zwar eines unterirdischen. Im phosphorizierenden Leuchten der Wellen sah man hoch über ihnen ein Felsendecke, aber der Geruch nach Salz, Algen und fauligem Fisch war eindeutig der eines Meeres. Auf diesem merkwürdigen Gewässer tauchte nach einiger Zeit ein Schiff auf, das auf ihre Zeichen hin beidrehte, ein Boot aussetzte und sie an Bord nahm.

So fanden sie sich an Bord der "Weißer Drache" unter dem Kommando von Kapitän Blauschupp wieder.
Maps & More - Making maps for a living
Mein Arbeits- und Hobbyblog

Der Ringkrieg - Eine Fan-Webseite zum Brettspiel
Rezension, Videos, Strategie-Tipps, Bildergalerie, FAQ und mehr

Post Reply